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WIE MUSIK WIRKT - EIN KLEINER SELBSTTEST


Es gibt kaum etwas, das uns unbewusst so stark emotional lenken und beeinflussen kann wie Musik. Oft ist es schwer über den richtigen Sound zu sprechen und man klammert sich an Begriffe wie "Tempo", "Genre", "Stimmung" ect. Was man dabei aber völlig vergisst, ist die Tatsache, dass eine Kombination aus Bild und Musik eine komplett andere Wirkung hat als die Musik alleine für sich. So kann eine positive, fröhliche Musik (Dur) ein Bild auch traurig oder tragisch wirken lassen. Hier ein kleiner Selbsttest:



Sieh Dir das Bild an. Dann klick auf die verschiedenen Songs unten und beobachte, wie sich je nach unterschiedlicher Musik Deine Perspektive auf das Bild ändert.




Wie wirkt das Mädchen? Frech? Lustig? Lieb? Wie alt ist es? Sommer oder Winter? Warm oder Kalt? USA oder Schweden? Adel oder Mittelschicht?



Und jetzt? Ist das Mädchen noch am Leben? Wenn ja, ist es fröhlich oder hat es Kummer? Güte oder Aggression? Achte auf ihre Augen.



Wie alt ist das Mädchen jetzt? Älter oder jünger? Hat es eine tiefere Stimme bekommen? Trägt es ein Kleid oder Jeans und Sneaker?



Nostalgisches Fotoalbum oder 2020? Land oder Stadt? Natur oder Industrie? Weich oder hart?



Süß oder rebellisch? Ponyhof oder Skater Park?





Ich gebe es zu – das sind extreme Beispiele, sehr plakativ und dabei noch nicht einmal Bewegtbild. Aber es zeigt sehr plakativ, dass es viele verschiedene Variationen gibt, wie man ein Bild emotional triggern kann. Für Marken ist das eine wahnsinnig starke (und leider viel zu häufig unterschätzte) Möglichkeit, ihr Unternehmen zu positionieren und klar gegenüber den Mitbewerbern abzugrenzen. Auf visueller Ebene ist das längst selbstverständlich von Typografie bis Farb- / Bildgestaltung über das Corporate Wording oder Icon-Design erarbeitet man ein visuelles Corporate Design. Mein Job ist es, genau das auf einer hörbaren Ebene zu unterstützen, also ein Corporate Music Design zu gestalten. Hier noch ein provokantes negativ Beispiel:




Car-Commercial oder Germany's Next Topmodel? Versicherung oder der neue Emmerich? Luxus-Marke oder Teaser auf RTL2?




Da geht noch mehr. Raumperspektive ist bei mir Hall und Delay, Farbkorrekturen sind bei mir EQs, Kompressoren und allerlei kuriose Tools, um Audio in einen anderen Aggregatzustand zu versetzen. Das Objektiv ist bei mir das Mikrofon und beim Schnitt-Tempo gehe ich Hand in Hand mit dem Editor, um auf den Frame genau das perfekte Timing und Zeitgefühl zu erreichen. Gemeinsam mit der Regie werde ich zum Dramaturgen, bei einem Kundenberater zum Consultant. Es gib so viele Möglichkeiten der Gestaltung, viel mehr als nur schnell Filter wie »epic, dark, cinematic« zu setzen und die Musik allein für sich zu beurteilen.


Wie denkst du darüber? Schreib doch gerne einen kleinen Kommentar, ich freue mich!


All the best

STEFAN BEN7.



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